Besuch

Geschichte

Das Sankt-Klara-Kloster wurde gegen 1490 gegründet von João Gonçalves da Câmara, dem zweiten Kapitän von Funchal und Sohn Zarcos. Es machte es sich zur Aufgabe unverheiratete Töchter höherer madeirensischer Familien aufzunehmen, die sich der Religion widmeten.

Die Einrichtung entwickelte sich zu einer der Wichtigsten der Inselgruppe, ihre Gemeinde zählte 200 Gläubige und deren Anvertraute. Auch große landwirtschaftliche Flächen zählten zum Besitz des Klosters.

Das Kloster wurde für nahezu 350 Jahre als solches genutzt, im Jahr 1834 jedoch trat die Reforma geral eclesiástica König Pedros IV in Kraft und keine weiteren Novizinnen konnten aufgenommen werden. Die letzte Klarissin des Klosters, Maria Amália do Patrocínio, starb im Jahr 1890, sechs Jahre später wurde das Gebäude den Franziskanerschwestern Missionárias de Maria übertragen, der, mit einer kurzen Unterbrechung, auch heute noch seinen Sitz im Kloster hat und es als Schulgebäude nutzt.

Führungen

Der geführte Rundgang wird begleitet von unseren Mitarbeitern, die über das Gebäude und seine Geschichte informieren. Die Führungen werden am Dienstag um 10 Uhr und am Donnerstag um 15 Uhr angeboten und dauern circa zwei Stunden. Sie werden auf Portugiesisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Polnisch angeboten und können in den Läden der Studentenvereinigung, Naturalmente Português (erster Stock im Einkaufszentrum La Vie) und Gaudeamus (Rua dos Ferreiros, Rektorat der Universität Madeira), per Telefon (+351 291 705 060) oder Mail an visit@aauma.pt gebucht werden.

Rundgang

Am Eingang des Klosters kann die Kirchentür im spanisch-arabischen stil bewundert werden, sowie die eindrucksvolle Turmspitze, die mit portugiesischen Fliesen besetzt ist. In der Eingangshalle befinden sich neben einer Kapelle aus dem 17. Jahrhundert, der Kapelle der Ankündigung, zwei portugiesische Fliesengemälde, welche den heiligen Franz von Assisi und die Heilige Klara von Assisi zeigen.

Das untere Chorgestühl ist verziert mit Engeln und war für die älteren Novizinnen vorgesehen. Der Stuhl mit dem gekrönten Engel war reserviert für die oberste Ordensschwester. Des Weiteren findet man ein Altarbild des gekreuzigten Jesus, welches Skulptur und Malerei vereint.

An der Ostwand befindet sich ein großes vergittertes Fenster das zur Kirche hinausgeht und durch welches die Schwestern den Gottestdiensten folgten und ebenfalls das Abendmahl erhielten.

Von all den Kapellen ist die des verlorenen Jesuskindes die bekannteste. Die hölzerne Jesusstatue stammt aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Sie befand sich ursprünglich im Schoß eines größeren Ensembles (von der Jungfrau Maria, dem Heiligen Josef und dem Heiligen Antonius von Lissabon), das jedoch verschwunden ist. Heute trägt die Staute Kleider und Kopfbedeckungen, die von den Franziskanerschwestern gestickt wurden.

Der Kreuzgang des Klosters ist, mit seinen gotischen Bögen, ein gutes Beispiel für die Restaurierungsarbeiten, die im 20. Jahrhundert durchgeführt wurden. Entlang des Ganges kann man mehrere Kapellen sehen, die mit portugiesischen Gemälden und Fliesen aus verschiedenen Jahrhunderten geschmückt sind.

Mit der Gründung des Klosters, wandelte João Gonçalves da Câmara die Kapelle unserer Frau der Empfängnis in eine Kirche um. In ihrem Inneren sind portugiesische Fliesen zu sehen, die im Santa-Klara-Stil verziert sind. Des Weiteren findet man mehrere Altäre im Barockstil, sowie Grabmäler der ersten Kapitäne von Funchal.

Der Hauptaltar wurde im Zuge des Bombardements eines deutschen U-Boots im Jahr 1917 stark beschädigt und wurde in den 1930er Jahren umgestaltet.

Der Besucher kann nach dem Verlassen des Klosters mehr über die Geschichte des umliegenden Viertels und seine Gebäude lernen, wie beispielsweise die Quinta das Cruzes, das Hotel Reid’s Santa Clara, den Palast der Grafen von Calçada, den São-Pedro-Palast oder die historische Bäckerei Felisberta.

Das Kloster wurde mehr als 400 Jahre als solches genutzt. Im Rahmen der Religionsreform und seiner Regentschaft auf den Azoren verbat Herzog Pedro von Braganza im Jahre 1833 jeglichen religiösen Institutionen die Aufnahme von Novizinnen. Auch alle jungen Frauen, die sich im Noviziat befanden, mussten die Klöster verlassen.

Die Rundführung endet mit einem kurzen Besuch des historischen Stadtviertels São Pedro.

Imagens


Kontakt

Rundführungen finden diestags um 10 Uhr und donnerstags um 15 Uhr statt, die Dauer beträgt circa zwei Stunden.

Die Karten können in den Läden der Studentenvereinigung, Naturalmente Português (erster Stock im Einkaufszentrum La Vie) und Gaudamus (Rua dos Ferreiros, Rektorat der Universität Madeira) gekauft werden, oder per Telefon (+351 291 705 060) sowie Mail an visit@aauma.pt reserviert werden.